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Schweissgeräte Info - Ratgeber, Tests und jede Menge Know How!

Sie wollen sich ein Schweissgerät kaufen? Sie sind sich aber nicht sicher, auf welche Punkte Sie beim Kauf eines Schweissgeräts achten müssen? Sie wollen erfahren, welche Art von Schweissapparat für den von Ihnen geplanten Einsatzbereich am besten geeignet ist? Sie verfügen über noch keinerlei oder wenig Erfahrung im Schweissen und sind daher auf der Suche nach passenden Tipps und Anleitungen für den richtigen Umgang mit Ihrem neuen Schweissgerät?

Dann sind Sie auf Schweissgeräte Info genau richtig! Egal für welchen Einsatzbereich Sie Ihr Schweissgerät auch benötigen, ob für kleinere Reparaturarbeiten und den Einsatz im Heimwerker- oder Hobbybereich, für die Anwendung im Metallbau, oder aber für die Instandsetzung einer Karosserie, von uns bekommen Sie alle relevanten Informationen um das richtige Gerät für Ihren Bedarf und Ihr Budget zu finden. 

Des weiteren finden Sie bei uns viele praktische Anwendungshinweise, Fachwissen und wertvolle Anfängertipps, so dass Sie mit Ihrem neuen Schweissgerät auch gleich loslegen und die ersten Schweissarbeiten erfolgreich ausführen können.

Schweissen - Eine kleine Einführung:

Unter Schweissen versteht man das dauerhafte Fügen, d.h. Verbinden, von zwei oder mehreren Werkstücken. Dies geschieht bei allen manuellen Schmelzschweissverfahren unter Anwendung von Wärme und mit oder ohne die Verwendung von Schweisszusatzstoffen. Das Schweissen gehört nach wie vor zu den wichtigsten Fügeverfahren und zeichnet sich neben der hohen Festigkeit der Fügeverbindung insbesondere durch seine hervorragende Wirtschaftlichkeit aus. So lassen sich kostengünstig Werkstoffverbindungen erreichen, die der Festigkeit des ungeschweissten Grundwerkstoffs besonders nahe kommen.

Zu der gebräuchlichsten Form von Schweissverfahren zählt hierbei die Gruppe des Metall-Lichtbogenschweissens. Da für den Grossteil unter Ihnen mit Sicherheit ein Schweissgerät aus dieser Gruppe in Frage kommt, möchten wir auf Schweissgeräte Info den Fokus besonders auf das Lichtbogenschweissen in seinen verschiedenen Formen legen. Als kleine Orientierungshilfe möchten wir Ihnen deswegen die wichtigsten Verfahren und Geräte dieser Gruppe kurz vorstellen.

Die wichtigsten Arten des Metall-Lichtbogenschweissens:

1. Das Lichtbogenhandschweissen mit dem Elektroden Schweissgerät

Schweissarbeit mit dem Elektroden Schweissgerät

Das Lichtbogenhandschweissen, oft auch als E-Handschweissen oder MMA-Schweissen bezeichnet, zählt zu einer der häufigsten Anwendungsarten in der Schweisstechnik. Bei diesem Verfahren brennt der Lichtbogen zwischen einer von Hand geführten, abschmelzenden Stabelektrode und dem Werkstück. Das Abbrennen der Elektrodenumhüllung sorgt dabei dafür, dass Lichtbogen und Schmelzbad durch Gase und Schlacke vor der Atmosphäre geschützt bleiben. Mit einem Elektroden Schweissgerät lassen sich auch hohe Materialstärken schweissen, die Einschränkung für die kleinstmögliche Blechdicke liegt allerdings bei rund 1,0mm – 1,5mm. Somit eignet sich das E-Handschweissen am besten für gröbere Schweissarbeiten ab Materialstärken von 1,5mm und ist für Anwendungen mit geringeren Materialstärken z.B. im Karosseriebereich eher nicht zu empfehlen.

Auch wenn das E-Handschweissen mit einem Elektroden Schweissgerät zumeist für das Schweissen von Stahl eingesetzt wird, lassen sich bedingt auch andere Werkstoffe mit diesem Verfahren schweissen. Das MMA-Schweissen bietet dem Anwender dabei einige Vorteile:  

  • Im Aussenbereich anwendbar – Da beim Lichtbogenhandschweissen kein Schutzgas zum Einsatz kommt, kann das Verfahren auch problemlos bei „Wind und Wetter“ im Aussenbereich angewendet werden. Beim Schweissen mit Schutzgas muss der Arbeitsbereich oft aufwändig gegen Luftzug abgeschirmt werden, um eine Verwirbelung des Schutzgases zu verhindern. Diese Massnahme entfällt beim Schweissen mit dem Elektroden Schweissgerät.
  • Robuste, kompakte und günstige Technik – Durch die einfache, kompakte und unempfindliche Bauweise dieser Gerätegattung, kann das E-Handschweissgerät einfach transportiert und mobil eingesetzt werden. Der  relativ simple Aufbau der Geräte ist hierbei von Vorteil :  Schweißstromquelle, Kabel mit Elektrodenhalter, Massekabel mit Klemme. Bewegliche Teile sind nicht vorhanden, Schutzgasflaschen müssen nicht mitgeführt werden. Zusätzlich ist ein MMA-Schweissgerät günstig in der Anschaffung.
  •  An schwer zugänglichen Stellen einsetzbar – Bedingt durch die schmale Abmessung der Stabelektrode, kann mit dem E-Handschweissgerät auch an Stellen geschweisst werden, die mit anderen Schweissmethoden nicht oder nur sehr begrenzt zugänglich wären.
  • Anwendung auch bei Korrosion und Oberflächenbeschichtung – Mit dem Elektrodenschweissgerät und den entsprechenden Stabelektroden können auch leicht korrodierte oder beschichtete Oberflächen geschweisst werden.

Für weitere interessante Informationen zu diesem Thema, lesen Sie auch bitte unseren ausführlichen Artikel über E-Handschweissgeräte.

2. Das Metall-Schutzgasschweissen mit dem Schutzgasschweissgerät

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Karosseriearbeiten mit dem Schutzgas Schweissgerät

Das Metall-Schutzgasschweissen, auch bekannt als MIG / MAG Schweissen, ist ein Verfahren bei dem der Lichtbogen zwischen einer abschmelzenden Drahtelektrode und dem Werkstück brennt. Durch die Wärme des Lichtbogens wird dabei der Grund- und Zusatzwerkstoff aufgeschmolzen. Die Drahtelektrode wird bei diesem Schweissverfahren kontinuierlich von einer Spule nachgefördert, daher wird bei dieser Schweissart prozessbedingt immer mit einem Zusatzwerkstoff gearbeitet. Gleichzeitig wird dem Prozess ständig ein Schutzgas zugeführt um die Schweißstelle vor der Atmosphäre zu schützen. Beim MIG Schweissen wir dabei ein inertes Schutzgas verwendet, beim MAG Schweissen ein aktives Schutzgas. Die einfache Gerätetechnik, die universellen Einsatzmöglichkeiten sowie die relativ unkomplizierte Handhabung macht das Schweissen mit dem Schutzgasschweissgerät zu einer der beliebtesten Technologien innerhalb der Verfahrensgruppe des Lichtbogenhandschweissens. 

Mit einem Schutzgasschweissgerät können problemlos auch dünnere Materialstärken, wie z.B. Feinbleche im Karosseriebereich geschweisst werden. Materialstärken bis 6mm können ohne weitere Vorbereitung geschweisst werden, bei höheren Querschnitten empfiehlt sich eine entsprechende Fugenvorbereitung und eventuell die Anwendung der Mehrlagentechnik. Auch wenn das Metall-Schutzgasschweissen für die Verarbeitung aller metallischen Werkstoffe eingesetzt werden kann, empfiehlt sich der Einsatz eines Schutzgasschweissgerätes besonders bei allen Stahlsorten sowie bei Aluminiumlegierungen.

  • Universell einsetzbar – Das Metall-Schutzgasschweissen lässt sich in nahezu allen schweisstechnischen Anwendungsbereichen einsetzen. Vom Einsatz im Karosseriebereich bis zur Verwendung im Stahlbau sind die Anwendungsmöglichkeiten breit gefächert. 
  • Einfache Gerätetechnik – Schutzgasschweissgeräte sind technisch einfach aufgebaut, die passenden Einstellung der Schweissparameter sind somit selbst für den Laien relativ simpel zu bewerkstelligen.
  •  Unkomplizierte Handhabung – Selbst Anfängern ist das Schweissen mit einem Schutzgasschweissgerät ohne allzu grosse Einarbeitungszeit möglich. Schweissnähte in guter Qualität sind so auch für den Hobbyanwender problemlos möglich.
  • Keine Nachbehandlung der Schweissnaht – Da beim Schweissen mit dem Schutzgasschweissgerät keine Schlacke entsteht, entfällt eine aufwändige Nachbehandlung der Schweissnaht. Lediglich ein leichtes Bürsten der Naht bietet sich an, um diese optisch aufzuwerten.

Um alles über das Metall-Schutzgasschweissen zu erfahren, lesen Sie bitte auch unseren Artikel zu diesem Thema.